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Gesellschafterversammlung der Nassauischen Heimstätte bestätigt Mietenbegrenzung für die nächsten fünf Jahre

Die Nassauische Heimstätte will für die nächsten fünf Jahre hessenweit für Haushalte mit mittlerem Einkommen eine Begrenzung der Mieterhöhungen auf maximal ein Prozent pro Jahr garantieren. Das erklärte Wohnungsbauministerin Priska Hinz, die Aufsichtsratsvorsitzende der Unternehmensgruppe ist. Die Gesellschafterversammlung hat die vom Aufsichtsrat verabschiedete Mietenstrategie bestätigt und die Geschäftsführung mit deren Umsetzung beauftragt.

Die Mietenbegrenzung umfasst etwa 75 Prozent der Mieterinnen und Mieter von sogenannten frei finanzierten Wohnungen, die nicht öffentlich geförderten werden. Um die Begrenzung zu finanzieren, verzichtet das Land Hessen als größter Gesellschafter auf die Auszahlung der Dividende. Auch die Stadt Frankfurt will die Mindereinnahmen bei Wohnungen im Stadtgebiet auf diesem Wege ausgleichen. Bei Haushalten mit einem höheren Einkommen, die nicht unter die Ein-Prozent-Regelung fallen, sollen die Anpassungen von Bestandsmieten die niedrige Schwelle in Höhe von 15 Prozent innerhalb von drei Jahren nicht überschreiten. Hier bleibt die Nassauische Heimstätte fünf Prozent unter dem gesetzlich möglichen Rahmen.

Darüber hinaus beauftragten die Gesellschafter das Unternehmen damit, im Neubau den Anteil an öffentlich geförderten Wohnungen auf durchschnittlich 30 Prozent, in Frankfurt sogar auf 40 Prozent zu steigern. Für 2.000 Wohnungen, die bis 2023 aus der Bindung fallen würden, wird Hessens größtes Wohnungsbauunternehmen den Kommunen zudem eine zehnjährige Verlängerung anbieten.