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Hospiz ist eine stationäre Einrichtung zur ganzheitlichen Begleitung Schwerstkranker bis zum Tod. Voraussetzung für die Aufnahme in die kleinen Einrichtungen mit familiärem Charakter ist eine begrenzte Lebenserwartung der unheilbar Kranken von Wochen oder Monaten. Zudem ist Voraussetzung, dass eine Behandlung im Krankenhaus nicht notwendig ist und eine ambulante Versorgung nicht gewährleistet werden kann.

In Frankfurt eröffnete 2009 das Evangelische Hospiz an der Rechneigrabenstraße mit zwölf Betten, und seit 2005 arbeitet das Hospiz Sankt Katharina in Seckbach mit mittlerweile 13 Plätzen am Sankt Katharinen Krankenhaus. Der ambulante Kinderhospizdienst arbeitet seit 2006 in Frankfurt. Er ist unter 0 69 / 90 55 37 79 zu erreichen. www.akhd-frankfurt.de/. Ende 2013 soll ein neues Hospiz am Krankenhaus Nordwest Patienten aufnehmen. Zurzeit reichen die Plätze im Hospiz nicht aus, es gibt Wartelisten. Die Kosten für den Aufenthalt tragen mittlerweile die Krankenkassen. Im Durchschnitt liegt die Verweildauer bei zwei bis vier Wochen. www.hospiz-ffm.de/hospiz.html und  www.hospiz-sankt-katharina.de/

Palliativstationen an Krankenhäusern sind spezialisiert auf die Behandlung und Betreuung Schwerstkranker durch multiprofessionelle Teams. Die Einweisung erfolgt durch einen Arzt. Die Verweildauer liegt meist bei rund zehn Tagen. Ziel ist es, die Beschwerden zu lindern und den Gesundheitszustand so zu stabilisieren, dass die Patienten nach Hause, in ein Hospiz oder ein Pflegeheim entlassen werden können.

In Frankfurt gibt es Palliativstationen am Krankenhaus Nordwest seit 2007 mit zehn Betten, am Agaplesion Markus Krankenhaus seit 2009 mit 20 Betten. Das St. Marienkrankenhaus eröffnete seine Palliativstation 2009 mit zehn Betten und die Uniklinik hält sieben Betten vor, die Palliativstation eröffnete im November 2011.

Ambulante Hospizgruppen bestehen aus ausgebildeten Ehrenamtlichen, die sterbende Patienten in Pflegeheimen oder zuhause psychosozial begleiten. Insbesondere entlasten die fachlich begleiteten Ehrenamtlichen die Angehörigen.

In Frankfurt wurde beispielsweise 2002 die ambulante Hospizgruppe im Bürgerinstitut gegründet, die im gesamten Stadtgebiet arbeitet, Telefon 0 9 / 97 20 17 24. Internet: www.buergerinstitut-ffm.de/Unsere-Angebote/Hospizgruppe-und-Palliativberatung