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Forschungsprojekt der Goethe-Universität sucht Teilnehmende für eine Studie

Zu den Hauptursachen gesundheitlicher Beeinträchtigungen gehören depressive Störungen und chronische Depressionen. Das Zentrum für Psychotherapie der Goethe-Universität Frankfurt untersucht ab März 2019, ob Personen mit chronischer Depression von einem Meditationsprogramm mit anschließender Einzeltherapiephase profitieren. Menschen mit Depressionen empfinden oft ein Gefühl der Ablehnung sich selbst und anderen gegenüber. Eine positive Haltung könne man aber erlernen, sagt Prof. Dr. Ulrich Stangier, Inhaber des Lehrstuhls für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Goethe-Universität. Die aus dem Buddhismus stammende Metta-Meditation fördere die Verbindung zu sich selbst und zu anderen. Metta ist ein Begriff, der Freundlichkeit, aktives Interesse an Anderen, Liebe, Freundschaft, oder Sympathie umschreibt. Eine solche Form der wohlwollenden Haltung könne über Meditationstechniken eingeübt werden.

Stangier hat ein spezielles Behandlungsprogramm entwickelt, das das die Meditationstechniken mit moderner Verhaltenstherapie kombiniert. Die Behandlung umfasst dabei ein 8-wöchiges Gruppenmeditationsprogramm (10-12 Teilnehmer), welches durch eine 8-wöchige Einzeltherapiephase ergänzt wird. In der Einzeltherapie werden die in der Gruppe erlernten Fähigkeiten auf den Alltag übertragen und an der Verbesserung zwischenmenschlicher Beziehungen gearbeitet.

Für März 2019 werden nun Teilnehmende für dieses Programm gesucht. An der Studie teilnehmen können Betroffene zwischen 18 und 70 Jahren, die seit mindestens zwei Jahren beständig unter einer depressiven Symptomatik leiden und bei denen die chronische Depression im Vordergrund der Problematik steht. Die Bereitschaft zum täglichen Üben der Meditation (ca. 30 Min.) ist Voraussetzung für die Teilnahme. Für den Zeitraum der Therapie sollte parallel keine weitere psychotherapeutische Behandlung laufen. Die Finanzierung des Therapieprogramms wird über die Krankenkasse beantragt.

Interessenten finden nähere Informationen unter E-Mail: meditationsstudie@uni-frankfurt.de oder per Telefon: (069) 798 – 25356. Internet: http://bit.ly/MECBT