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Warnung vor Internetkriminellen

Mit zwei neuen Maschen versuchen derzeit Kriminelle, an Daten von Menschen heranzukommen und Schadsoftware auf deren Rechner herunterzuladen. Die Organisation „Wege aus der Einsamkeit“ warnt in ihrem neuesten Newsletter davor, dass auf Handys SMS-Nachrichten von angeblichen Paketversendern auftauchen. Die Betrüger nutzten die Tatsache, dass derzeit wegen der  Einzelhandelsbeschränkungen besonders viele Waren im Internet bestellt werden. Die Empfänger werden aufgefordert, den Versand ihres Pakets im Internet nachzuprüfen. Der angegebene Link führt dann jedoch auf eine Seite, die Schadsoftware herunterlädt und danach massenhaft SM versendet sowie eine Fernsteuerung des Handys ermöglicht. Davor warnt auch der Ratgeber Internetkriminalität des Landeskriminalamts Niedersachsen, der dringend empfiehlt, keine Links von unbekannten Anbietern zu öffnen und auch keine fremden Apps auf dem Smartphone zu installieren.

Falsche Anschreiben zum Thema Grundrente

„Wege aus der Einsamkeit“ warnt außerdem vor falschen Anschreiben zum Thema Grundrente. Diese Schreiben gäben vor, von der deutschen Rentenversicherung zu kommen. Die Empfänger werden aufgefordert, in ein Formular sensible persönliche Daten, etwa auch Kontonummern, einzutragen und weiterzugeben. Die Deutsche Rentenversicherung weist darauf hin, dass sie keine Schreiben dieser Art verschickt. Anträge auf die Grundrente müssten auch gar nicht gestellt werden. Im Laufe des Jahres werde jede Person, die Anspruch darauf habe, von der Rentenversicherung entsprechend informiert. Informationen zur Grundrente gibt es bei der Rentenversicherung unter der Servicenummer 0800/1000 4800. Die in den falschen Anschreiben genannten Nummern sollten auf keinen Fall angerufen werden.

Polizei warnt vor weiteren Betrügereien

Schon im Oktober hatte die Polizei vor Betrugsmaschen im Zusammenhang mit Corona gewarnt. So sind der Polizei zum Beispiel Fälle bekannt, in denen angebliche Angehörige bei alten Menschen anrufen, die sich angeblich mit Corona infiziert haben. Sie bräuchten finanzielle Hilfe für ein besonderes neues Medikament oder zur Überbrückung einer aktuellen Notlage. Meist hole dann ein angeblicher Bekannter das Geld oder auch Wertgegenstände ab.

Vorgebliche Mitarbeiter des Gesundheitsamtes böten überteuerte Corona-Tests an oder drängten die Menschen zu einer angeblich notwendigen Desinfizierung der Wohnung.

Auch würden weiterhin falsche Gewinnversprechungen gemacht, die wegen der Pandemie nicht direkt übergeben werden könnten. Die Menschen würden dazu gedrängt, einen Geldbetrag zu überweisen, um die Transportkosten für den Gewinn zu decken. Dieser treffe danach jedoch nie ein.

Im Zusammenhang mit Online-Bankgeschäften steigen nach den Feststellungen der Polizei die Betrüger ebenfalls mit der Corona-Masche ein. So gäben sie eine notwendige Überprüfung der TAN-Generatoren vor, die wegen Corona nur telefonisch erfolgen könne. Dabei überreden sie die Angerufenen, TAN-Nummern am Telefon preiszugeben. Phishing-Mails mit Hinweis auf angeblich geschlossene Bankfilialen nehmen ebenfalls zu.

Die Präventionsabteilung der Polizei warnt auch vor Webseiten, die Hygiene- und Schutzprodukte entweder zu überteuerten Preisen anbieten bzw. die bestellten Produkte nach Bezahlung nicht liefern.

Da derzeit die sonst von der Polizei angebotenen Vortragsveranstaltungen für Senioren aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen nicht stattfinden können, informiert die Polizei auf anderen Wegen über die Maschen der Betrüger, etwa mit dem Flyer „Schutz vor Corona-Betrügern“.

Weitere Informationen gibt es unter:

www.polizei-hessen.de

www.polizei-beratung.de

sowie bei der jeweils örtlich zuständigen Polizeidienststelle