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Das Frankfurter Netzwerk für Suizidprävention (Frans) sorgt auch in der Corona-Krise dafür, dass Betroffene weiterhin Hilfe erhalten.

Mit einer Plakat- und Postkartenaktion wird auf die Notfall-Hotline des Frankfurter Projekts zur Prävention von Suiziden mittels Evidenz-basierter Maßnahmen aufmerksam gemacht. „Das Coronavirus und die sozialen Einschränkungen durch die Maßnahmen zur Eindämmung haben erhebliche Auswirkungen auf die meisten Bereiche unseres täglichen Lebens. Diese Zeit ist für uns alle – gerade aber für psychisch erkrankte Menschen – sehr herausfordernd“, erklärt Gesundheitsdezernent Stefan Majer.

In solch einer Ausnahmesituation komme es verstärkt zu psychischen Belastungen, Stressreaktionen und Krisen. Zwar werden laufende Psychotherapien in der Regel weitergeführt, aber viele niedrigschwellige persönliche Unterstützungsangebote fallen zurzeit weg.


Das Netzwerk Frans hat daher telefonische Anlaufstellen, hilfreiche Links und Informationen auf seiner Internetseite http://www.frans-hilft.de/corona-pandemie zusammengestellt. Auf mehr als 200 Plakaten und auf Postkarten, die mit Hilfe der Firma Stroeer im gesamten Stadtgebiet ausgehängt wurden, wird außerdem die Notfall-Hotline 069 / 63 01 31 13 genannt, über die rund um die Uhr eine der psychiatrischen Kliniken Frankfurts erreichbar ist. Auch die Rewe-Märkte sowie Bäcker Eifler, die in ihren Filialen die Postkarten für die Kundschaft auslegen und Plakate aufhängen, unterstützen die Aktion. So sollen Menschen, die in der derzeitigen Situation in eine Krise geraten, erreicht und Wege in Hilfsangebote geebnet werden.

Entlastung für Mitarbeiter im Gesundheitswesen
Das Universitätsklinikum Frankfurt und das Gesundheitsamt unterstützen auch Menschen in medizinischen Berufen mit besonderen Angeboten. Das Gesundheitsamt hat ein übergreifendes Entlastungstelefon für Mitarbeiter im Gesundheitswesen eingerichtet. Unter der Nummer 069 / 870 03 60 90 ist das Entlastungstelefon täglich von 10 bis 13 Uhr sowie von 18 bis 21 Uhr erreichbar. Im Universitätsklinikum können sich Ratsuchende zudem an ein Kriseninterventionstelefon wenden.