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Jüdische Kulturwochen präsentieren in rund 40 Veranstaltungen die Vielfalt jüdischer Kultur

Vom 27. Oktober bis 17. November finden in Frankfurt die jüdischen Kulturwochen statt. Von einer Pop-Up-Bagel-Bäckerei und kanadischen Rap, über Figurentheater bis zu Lesungen, Film und Musik laden fast 40 Veranstaltungen dazu ein, jüdische Kultur in vielen Facetten kennenzulernen. Die Schauspielerin Katja Riemann etwa gestaltet am 11. November einen literarisch-musikalischen Abend mit Musik von Kurt Weill für den 2018 verstorbenen Schriftsteller Edgar Hilsenrath und seinen Roman „Das Märchen vom letzten Gedanken“. Am 31. Oktober bietet ein Familienworkshop in der Schirn eine besondere Begegnung mit der jüdischen Künstlerin Lee Krasner. Bedeutende jüdische Persönlichkeiten wie Issak Emil Lichtigfeld, Leopold Sonnemann, die Familie der Anne Frank, Georg Heck und Otto Stern richten den Blick auf jüdisches Leben in Frankfurt. am 9. November wird in Erinnerung an die Reichspogromnacht von 1938 ein Kunstprojekt der Künstlerin Tatiana Lecomte realisiert. Zwischen 18 und 19 Uhr werden die Fassaden- und Straßenbeleuchtungen der Innenstadt erlöschen Das Fehlen des Lichts steht dabei sinnbildlich für die Absenz einer ganzen Gruppe von Menschen, für die Jüdinnen und Juden, die seit 1933 sukzessive vom öffentlichen Leben ausgeschlossen, verfolgt und ermordet wurden.

Die Jüdischen Kulturwochen, die 1980 auf Initiative von Michel Friedman und Hilmar Hoffmann entstanden, sind fester Bestandteil des Kulturprogramms der Jüdischen Gemeinde und der Stadt Frankfurt am Main.

Alle Informationen zu diesen und weiteren Veranstaltungen der jüdischen Kulturwochen finden sich im vollständigen Programm auf www.juedische-kulturwochen.de und im Veranstaltungskalender unter www.jg-ffm.de