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„Gemeinsam mehr erleben: im Urlaub Leute kennenlernen, sportlich aktiv sein, zusammen essen, etwas unternehmen oder relaxen. Das ist das Konzept von Sunwave Singlereisen. Der 1986 gegründete Veranstalter spricht Alleinreisende an, die gemeinsam mit anderen Singles ihrer Altersgruppe unterwegs sein möchten – ohne Paare und Familien. Menschen, die Lust auf eine ungezwungene Atmosphäre, nette Gespräche, Spaß in der Gruppe, aber auch individuellen Freiraum haben. Der Jahreskatalog von Sunwave enthält rund 50 Programme mit Reiseleitung weltweit: Ski- oder Strandurlaub, Städte- und Schiffsreisen, Ferntrips und Silvestertouren. www.sunwave.de

Mit Otto Witten, einem der drei Geschäftsführer, sprach Jutta Perino


SZ: Herr Witten, Singlereisen stehen ja ein wenig im Ruf, verkappte Partnerbörsen sein zu wollen, ist da etwas dran?


Otto Witten: Sunwave besteht jetzt seit über 30 Jahren. Sicher haben wir am Anfang auch Fehler gemacht. Jetzt verstehen wir uns als Reiseanbieter für Menschen, die im Urlaub aktiv werden und gemeinsam etwas erleben möchten. Ob sich daraus mehr ergibt, das versuchen wir nicht zu beeinflussen.


SZ: Was ist das Besondere an Ihren Reisen?


Witten: Sunwave bietet zum Beispiel Rundreisen an, bei denen Pkws für die Gäste gemietet werden, in denen jeweils nur drei Personen sitzen. Eine davon fährt, die anderen sind Begleitung. Es gibt dann für alle Fahrzeuge – bei den Reisen sind dies maximal sieben – gemeinsame Treffpunkte, an denen zum Beispiel eine Besichtigung erfolgt. Ein Reiseleiter sitzt in einem der Autos und führt die Gruppe dann zum Beispiel zu einem schönen Restaurant oder an eine besondere Stelle, usw. Zwischendurch ist immer wieder Gelegenheit – auf eigene Faust – also mit den zur Verfügung gestellten Autos, Gebiete zu erkunden. Abends trifft man sich zum gemeinsamen Essen, an eigens für die Gruppe reservierten Tischen.


SZ: Wie groß sind Ihre Reisegruppen?


Witten: Wir führen Reisen mit maximal 20 Personen durch.


SZ: Sie bieten auch Reisen für die Altersgruppe 50+ an – und streben dabei einen Männeranteil von 40 Prozent an. Wie schaffen Sie das?


Witten: Wir sind inzwischen sehr gut in den sogenannten sozialen Netzwerken aufgestellt. Wenn eine Reise von 12 Frauen gebucht wurde, sperren wir diese für Frauen und bewerben sie gezielt. Fast immer können wir so mit Männern „auffüllen“.