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Seit dem 1. Juli erhalten Rentner in Deutschland höhere Bezüge. Im Osten stiegen sie um 3,37 Prozent, im Westen um 3,22 Prozent. Für einige Rentner bedeutet das, dass sie in Zukunft Einkommensteuer zahlen müssen.

Bei denjenigen, die seit 2004 Rente beziehen, ist das Geld jeweils Ende des Monats auf dem Konto. Alle anderen erhalten es im Voraus, also am Ende des Vormonats.

54.000 von den insgesamt 21 Millionen Rentnern bundesweit werden durch die Erhöhung zukünftig zu den einkommensteuerpflichtigen Rentnern gehören. Steuerpflichtig sind Menschen, die Rente beziehen, wenn ihr Einkommen den Grundfreibetrag von 9.000 Euro im Jahr  überschreitet, zuzüglich einer Werbungskostenpauschale von 102 Euro. Das betrifft dann seit Juli insgesamt 4,4 Millionen Rentner.

Wer versicherungspflichtig ist, zahlt mit der höheren Rente auch höhere Beiträge. Allerdings können Rentner die auf die Rentenerhöhung anfallenden Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung absetzen. Das sind im Durchschnitt knapp 11 Prozent der Rentenbezüge. Die steuerliche Situation verändert sich folglich nur, wenn die Rente 2018 um mehr als 200 Euro steigt.

Übrigens: Die Erhöhung gilt für alle gesetzlichen Renten. Auch Mütterrente, Erwerbsminderungs-, Witwen- oder Waisenrente steigen.

sab